Schon mal was gehört von Science Slam? Das ist der nerdige Bruder vom Poetry Slam bei dem man auch noch was lernt – ich bin begeistert! Hier ist der Siegerbeitrag vom Science Slam 2009 im Haus der Wissenschaft in Braunschweig:
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Übrigens, Martin Buchholz ist der Thermoassi an der TU Braunschweig. Den habt mein kleiner Bruder in der großen Übung in Thermodynamik. (Wenn das Audimax nicht gerade besetzt ist…)
Warum fällt es mir so schwer unverkrampft von meinem Leben mit Jesus zu erzählen? Diese Frage beschäftig mich gerade sehr. Ich bin ja nun schon ein paar Jahre mit Jesus unterwegs und was er bis jetzt in meinem Leben bewegt hat ist einfach unglaublich! Eigentlich müsste es doch nur so aus mir raussprudeln, tut es aber nicht.
Also woher kommt die Hemmung „Zeugnis abzulegen“? Als ich heute morgen über diese Frage nachgedacht habe sind mir diverse Evangelisations-Veranstaltungen & Jugendgottesdienste eingefallen, manche hab ich besucht andere sogar mistgestaltet. Das inoffizielle Motto dieser Events war: „Wir zeigen der Welt jetzt mal das wir auch Spaß haben können.“ Genau so kam mir das vor, wir Christen beweisen das wir auch Cool sind und Fun haben! Ja, wir haben auch (faktisch, in der Tat, tatsächlich, wahrhaftig, weiß Gott, wirklich) Spaß. Aber dummerweise hatte ich auf der Party am Freitag viel mehr Spaß als beim Jugendgottesdienst am Samstag und das obwohl der doch von den Teens gestaltet wurde… Ja, wir haben auch Spaß, man sieht es uns halt nur nicht an. Lange Zeit dachte ich: „Die Welt ist schlecht – Die Gemeinde ist gut“ gleichzeitig sah ich aber auch „Die Welt ist wild & aufregend – Die Gemeinde ist peinlich & langweilig“ Eine beschissene Spannung! Menschen zu Jesus führen bedeutete also ihnen ein Leben anzubieten das ich selbst als peinlich & langweilig empfunden haben. Aber wenigstens kommen sie in den Himmel. Und vielleicht haben sie ja trotzdem noch ein bisschen Spaß…
Ein Leben mit Jesus ist alles andere als zahm und langweilig! Und mit Jesus unterwegs zu sein war die beste Entscheidung meines Lebens. Ohne ihn wäre ich jetzt vor allem eins unzufrieden mit meinem Leben. Mit ihm ist mein Leben nicht leichter geworden aber viel spannender. Seit knapp 3 Jahren bin ich jetzt nicht mehr in einer „Gemeinde“ und in dieser Zeit ist mir Jesus andauernd begegnet: beim joggen, einkaufen, studieren oder beim Essen mit Freunden. Und ihm zu begegnen ist nie langweilig. Je länger ich mit ihm unterwegs bin desto größer wird mein Lebenshunger und das ist einfach geil! Leben mit Jesus fühlt sich lebendig an. Und das möchte ich weitergeben. Ich will/bete, dass diese Erkenntnise die schrägen alten Prägungen jeden Tag ein bisschen mehr verdrängen.
PS: Es hat relativ lange gedauert das hier auszubrüten. Aber es lohnt sich dranzubleiben und Dinge auszuformulieren. Ein Blog ist schon ein geniales Tool.
Heute morgen um 10:00 war der Briefkasten noch leer. Als ich um 11:00 noch mal kontrolliert habe ist ein kleiner brauner Umschlag drin. Sie ist da! Backspacer. Sofort auflegen! (Und gleichzeitig in itunes importieren und auf den ipod packen.) Erster Eindruck: sehr gut. Backspacer ist ein positives Album mit richtig vielen „Yeahs“. Und es gibt auch wieder mehr Gitarrensolos… Für mich kommt dieses Album wie gerufen! Es passt wie die Faust aufs Auge in meine aktuelle Situation. (Der perfekte Soundtrack für diverse persönliche Prozesse die gerade angelaufen sind…) Also alle Songs auf dem Album sind richtig gut! Jonny Guitar ist aber mein Favorit auf dieser Platte dicht gefolgt von The Fixer. Der Song Just Breathe hätte ohne Probleme auch auf dem Into the Wild Soundtrack platz gefunden. Das ganze Album kann sollte man sich hier anhören.
Ich hab außerdem bei 3sat (!) ein Interview mit Eddie Vedder und Matt Cameron gefunden. Sehr cool.
Im August habe ich zusammen mit alten Freunden ein Wochenende im Wanderheim in Steinbach im Frankenwald verbracht. Grillen, Chillen, Bier trinken… Ich war als Kind schon oft in Steinbach denn dort wohnt meine Großmutter. Samstagnachmittag machen wir einen Verdauungspaziergang und zum ersten mal fällt mir auf wie nahe dieser Ort an der ehemaligen Grenze ist. In nordöstlicher Richtung ganze 4 Kilometer dann war Schluss!
Kurze Zeit später hab ich mich mit meiner Oma mal darüber unterhalten wie es war so nahe dran zu wohnen. „Es war schlimm.“ Als Teenie konnte sie noch nach Schlegel, Seibis oder Titschendorf „auf’n Tanz“ (Ringelpiez mit Anfassen) die Grenze zwischen Thüringen und Bayern wurde, zumindest von den Jugendlichen, nicht als solche Wahrgenommen. „Mer is halt do hi wu wos lus wor“ (Man ging halt da hin wo was ging). Und plötzlich waren die gerade aufgezählten Orte unerreichbar. Die Freunde die man dort hatte waren weggesperrt. Für meine Oma bedeutete die Mauer: Verlust & Einschränkung, Sie war direkt betroffen. (Ich musste 24 Jahre alt werden um das zu merken!)
Ich bin ca. 15 Kilometer von der ehemaligen Grenze großgeworden. Ich hab die Mauer als Vierjähriger ein einziges mal gesehen und mir nix dabei gedacht. Nach der Wende ging es mit Landkreis Hof nicht wirklich Bergauf, Fördergelder wegen Grenznähe wurden runtergefahren/gestrichen und schon bald war die Luft dick. Vor zehn jahren waren viele meiner Mitschüler der Meinung: Es sei besser die Mauer wieder aufzubauen denn die Zonies nehmen uns die Arbeitsplätze weg und der Aufbau Ost verschlingt das Geld das wir dringend bräuchten. Der Geschichtsunterricht konnte hier nicht wirklich gegensteuern… Rückblickend muss ich sagen das Thema Mauerfall & Wiedervereinigung ist mir in der Schule nicht wirklich nahegebracht worden. Dabei wäre es doch sicherlich nicht allzu schwer gewesen ein paar Zeitzeugen von beiden Seiten in die Schule zu holen oder (statt langweiligem Schulfest) einen Projekttag mit einer Klasse aus Thüringen oder Sachsen zu machen.
Zurück zu meiner Oma für sie war es keine große Sache in Thüringen Party zu machen. Als ich hingegen 18 wurde und dank eigenem Auto endlich auch richtig mobil war bin ich trotzdem (fast) nie in den Osten gefahren. Nicht weil ich ich ihn scheiße fand, ich hatte ihn einfach nicht auf dem Schirm. Der Eventkalender in der Lokalzeitung deckte zwar das ganze Vogtland ab, Weggegangen bin ich aber trotzdem nur in Bayern! An besagtem Augustwochenende kam dann am Lagerfeuer die Frage auf: „Jungs, warum waren wir eigentlich nie im Osten?“ Wir haben keine plausible Antwort gefunden. Wir haben einfach nicht dran gedacht. Krass oder?
Seit dem Gespräch mit meiner Oma beschäftig mich das Thema Wende & Mauerfall wieder. Denn auch wenn die Mauer weg ist, es ist nicht mehr so wie vorher… Jetzt werden die ersten Kinder geboren deren ( junge) Eltern schon nicht mehr in der DDR geboren wurden obwohl sie im Osten der Republik das Licht der Welt erblickten. Trotzdem denken wie noch (unbeabsichtlich?) in Ostdeutschland und Westdeutschland. So, irgentwie weiss ich jetzt nicht mehr wie ich diesen Post sauber abschließen könnte, macht nix , dass zeigt mir das es dran ist sich mehr mit diesem Land zu beschäftigen. Sich darauf einzulassen!
In einer Woche – also am 18. September bringen Pearl Jam ihr neuntes Studioalbum raus! Es heißt Backspacer und enthält 11 Songs in 36 Minuten. Ich hab mir gerade die Deluxe Edition bei Amazon vorbestellt: Denn Pearl Jam ist meine absolute Lieblingsband. Eigentlich wollte ich die CD im Laden kaufen aber ich mich interessiert ob ein vorbestellter Artikel am Erscheinungstag ankommt oder erst am tag danach…
25. September muss darf ich wählen gehen! Darum lese ich zur Zeit mehr Zeitung als sonst und klicke mich durch jeden Wahl-o-mat den ich finde. Das Ergebnis ist frustrierend: Ich finde keine Partei mit der ich mich identifizieren kann – Ich würde mich echt gerne mehr für Politik interessieren aber es wird mir echt nicht leicht gemacht… Und wie ich sie hasse die Wahlwerbespots: Lauter mega-hippe Mittzwanziger die gutgelaunt an die Urnen marschieren um mitzubestimmen… Ja, ich werde wählen gehen allein schon damit DIE LINKE und die NPD nicht durch mein Nichtwählen gestärkt werden. Aber ist mit der Demokratie in Deutschland – so wie sie jetzt ist – überhaupt Veränderung im System möglich? Ich denke viele Menschen würden sich gerne mehr engagieren, etwas bewegen, mitgestalten ( z.B für das BGE) aber dafür in eine Partei eintreten?
Btw: Danke an Niko, dass du mich auf dieses Video aufmerksam gemacht hast. Precht sagt hier ein paar sehr, sehr Interessante Sätze:
Gestern hab ich mir ein Buch gekauft: Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott von William Paul Young. Heute Vormittag hatte ich es durchgelesen. Es hat mir extrem gutgetan und mein Gottes Bild sehr zu positiven verändert… Ich kann es nur empfehlen. Es ist einfach herrlich unreligiös!
Es ist wichtig Songs zu haben die einen aufheitert wenn man sie hört. „Sneakers“ ist genau so ein Song! Mark Lanegan, kennt vielleicht der eine oder andere noch als Sänger von Screaming Trees oder (bei) den Queens of the Stone Age. Der Mann, der nach eigenen Angaben ca. 80 Cigaretten am Tag raucht, singt normalerweise eher über die Schattenseiten des Lebens. Und dann macht er diesen Song. Ich bin entzückt:
Bin seit gestern wieder in Meiningen – Hebräischkurs, Endphase! Wir haben heute selbstständig die ersten 10 Verse Genesis übersetzt. Hat Spaß gemacht war aber auch richtig anstrengend. Es war sehr genial zu sehen, wie weit wir schon mit unseren Basics gekommen sind… tortzdem kein Grund sich auf die faule Haut zu legen, schließlich steht die Abschlussprüfung vor der Tür. Und außerdem lernen wir ja nicht für die Schule sondern für das Leben… Studiern macht Spaß! Ich würde mich jetzt gerne noch ein wenig darüber auslassen, wie anders die hebräische Sprache doch ist und wie Sprache Wirklichkeit erschafft usw. aber ich bin wahnsinnig müde. Sorry.
Btw: Morgen Abend beginnt die EschatologieVorlesung mit Martin Scott. Auf die freu ich mich schon ewich! Wer’s nicht nach Meiningen schafft hat kann auf Martins Blog 14 Podcasts zum Thema Eschatologie anhören. Absolut Hörenswert – hat meine Sicht auf die Schöpfung sehr zum Positiven verändert.