Für alle die noch nicht wissen was sie mir zu Weihnachten schenken sollen:
Gefunden auf www.missminimalist.com
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„Jesus setzt als selbstverständlich voraus, daß die Nachfolgenden die fromme Übung des Fastens halten. Zum Leben der Nachfolgenden gehört die strenge Übung der Enthaltsamkeit. Solche Übungen haben den einzigen Zweck, den Nachfolgenden für den ihm befohlenen Weg und für das ihm befohlene Werk bereiter zu und freudiger zu machen. Der selbstische und träge Wille, der sich nicht zum Dienst treiben läßt, wird gezüchtigt, das Fleisch wird gedemütigt und gestraft. In der Übung der Enthaltsamkeit wird die Entfremdung meines christlichen Lebens von der Welt deutlich spürbar. Ein Leben, das ganz ohne asketische Übung bleibt, das sich alle Wünsche des Fleisches gönnt, so lange sie nach der Justitia civilis „erlaubt“ sind, wird sich für den Dienst | Christi schwer bereiten. Das satte Fleisch betet nicht gern und schickt sich nicht zum erwartungsvollen Dienst. So bedarf das Leben des Jüngers der strengen äußeren Zucht. Nicht als könne hierdurch der Wille des Fleisches erst gebrochen werden, als geschehe das tägliche Sterben des alten Menschen durch etwas anderes als durch den Glauben an Jesus. Aber eben der Glaubende, der Nachfolgende, dessen Wille gebrochen ist, der an Jesus Christus gestorben ist nach seinem alten Menschen, kennt die Rebellion und den täglichen Stolz seines Fleisches. Er kennt die Trägheit und Zügellosigkeit und weiß, daß sie die Quelle des Hochmuts ist, der geschlagen werden muß. Das geschieht durch tägliche und außerordentliche Übung der Zucht. Es gilt vom Jünger, daß der Geist willig, aber das Fleisch schwach ist. Darum „wachet und betet“. Der Geist erkennt den Weg der Nachfolge und ist bereit, ihn zu gehen, aber das Fleisch ist zu furchtsam, der Weg ist ihm zu beschwerlich, zu unsicher, zu mühsam. So muß der Geist verstummen. Der Geist bejaht das Gebot Jesu zur unbedingten Feindesliebe, aber Fleisch und Blut sind zu stark, so daß es nicht zur Tat wird. So muß das Fleisch in täglicher und außerordentlicher Übung und Zucht erfahren, daß es kein eigenes Recht hat. Hierzu hilft die tägliche, geordnete Übung des Gebets, wie auch die tägliche Betrachtung des Wortes Gottes, hierzu hilft allerlei Übung leiblicher Zucht und Enthaltsamkeit. Der Widerstand des Fleisches gegen diese tägliche Demütigung kommt anfangs frontal, später versteckt hinter den Worten des Geistes, d.h. im Namen der evangelischen Freiheit. Wo die evangelische Freiheit vom gesetzlichen Zwang, von Selbstzermarterung und Kasteiung grundsätzlich gegen den rechten evangelischen Gebrauch von Zucht, Übung und Askese ausgespielt wird, wo Zuchtlosigkeit und Unordnung im Gebet, im Umgang mit dem Wort, im leiblichen Leben gerechtfertigt werden im Namen christlicher Freiheit, dort ist | der Widerspruch gegen das Wort Jesu offenbar. Dort weiß man nichts mehr von der Weltfremdheit des täglichen Lebens in der Nachfolge, ebensowenig aber von der Freude und nun gerade auch von der wahren Freiheit, die die rechte Übung dem Leben des Jüngers verleiht. Wo immer der Christ erkennt, daß er in seinem Dienst versagt, daß seine Bereitschaft erlahmt, daß er schuldig geworden ist an fremdem Leben, an fremder Schuld, daß seine Freude an Gott ihm ermattet, daß die Kraft zum Gebet nicht mehr da ist, dort wird er den Angriff auf sein Fleisch unternehmen, um sich durch Übung, durch Fasten und Beten (Lk. 2,37; 4,3; Mk. 9,29; 1. Kor. 7,5), zu besserem Dienst zu bereiten. Der Einwand, der Christ müsse statt zur Askese seine Zuflucht zum Glauben, zum Wort nehmen, bleibt völlig leer. Er ist unbarmherzig und ohne helfende Kraft. Was ist denn ein Leben im Glauben, wenn nicht der unendliche mannigfache Kampf des Geistes gegen das Fleisch? Wie will einer im Glauben leben, den das Gebet träge macht, dem das Schriftwort verleidet ist, dem Schlafen, Essen und Geschlechtslust umher wieder die Freude an Gott rauben?“Dietrich Bonhoeffer: Nachfolge, 2. Aufl., (Gütersloh: Chr. Kaiser / Gütersloher Verlagshaus GmbH, 2005), 164-165.
Eschatology podcast notes #6: John Nelson Darby
von Martin Scott
Im letzten Beitrag haben wir uns mit dem sozio-historischen Kontext und den Wurzeln des Dispensationalismus beschäftigt. Heute machen da weiter, wo wir das letzte Mal aufgehört haben, bei John Nelson Darby.
John Nelson Darby (1800-1882)
Obwohl Darby seine Quellen nicht ausdrücklich würdigte, verweisen die meisten Gelehrten auf Irving als einen sehr großen Einfluss auf die von Darby entwickelten Ansichten. Er war eine charismatische Person, eine dominante Persönlichkeit, ein überzeugender Redner und ein eifriger Missionar für seine dispensationalistischen Überzeugungen. Er gegründete persönlich Plymouth Brethren-Kirchen in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und den Vereinigten Staaten und übersetzte die ganze Bibel.
Die von Darby mit dem Samen eines separatistischen, premillennialistischen Dispensationalismus gepflanzten Kirchen schickten wiederum Missionare nach Afrika, in die Karibik, nach Australien und Neuseeland. Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 1882 waren so bereits um die 1500 Plymouth Brethren-Kirchen weltweit gegründet worden. Ab 1875 begannen seine Ansichten auch auf die Bibel- und Prophetie-Konferenzen, verbunden mit Niagara und anderen Zentren in Nordamerika, Einfluss zu nehmen. Die Verschiebung der Interpretation, die Darby bewirkte, blieb nicht unbemerkt: Roy Coad räumt beim Schreiben seiner Geschichte der Brüder-Bewegung ein, dass die traditionelle Sichtweise der Offenbarung durch eine andere ersetzt wurde. ( Vgl. Roy Coad, A History of the Brethren Movement, (Exeter, Paternoster, 1968), S. 129).
James Barr ist viel direkter, nach seiner Argumentation wurde der premillennialistische Dispensationalismus, …von J.N. Darby persönlich erfunden… zusammengebraut in völligem Widerspruch zu allen wichtigen christlichen Traditionen… (Vgl. James Barr, Escaping from Fundamentalism, (London, SCM, 1984),S. 6).
Es ist fast sicher (was Coad auch behauptet), dass die „futuristische Sicht“ der Endzeit, welche so offensichtlich in Darbys Schriften vorkommt, auf das von Irving übersetzte Buch: „Das Kommen des Messias in Herrlichkeit und Majestät“ zurückgeführt werden kann. Clarence Bass kommt bezüglich Darbys Ansichten zu dem Schluss dass: „Such a concept is singularly missing from historic Christian theology… Darby is pointedly correct in stating that this came to him as a new truth, since it is not to be found in theological literature prior to his proclamation of it. It is not that exegetes prior to his time did not see a covenant between God and Israel, or a future relation of Israel to the millennial reign, but they always viewed the church as the continuation of God’s single program of redemption begun in Israel.“ (Clarence Bass, Backgrounds to Dispensationalism (Grand Rapids, Eerdmans, 1986) pp. 26-27.)
Wir stellen fest, dass hier ein wichtiger Argument gebracht wird:
• Darby sieht die Kirche nicht als die Fortsetzung von Gottes einzigem Erlösungs-Plan, vielmehr wird die Kirche zu einem Einschub im Werk Gottes. Das Vorhaben Gottes war (in der Vergangenheit) auf Israel zentriert und wird dies auch (in Zukunft) wieder sein.
Darby begann 1831 mit der Veröffentlichung seiner prophetischen Spekulationen. Sowohl er als auch Edward Irving begannen von, zwei Stufen der bevorstehenden Rückkehr Christi auszugehen. Zuerst würde es ein unsichtbares „Erscheinen“ Christi geben, bei dem die Christen ihn in der Luft treffen würden, um von der Erde genommen zu werden; was später als die Entrückung der Heiligen bekannt wurde. Danach würde die Gegenwart des Heiligen Geistes vorübergehend von dieser Welt genommen, der Antichrist auftreten und eine sieben jährige Trübsal beginnen. Seine Herrschaft würde schließlich erst durch das (zweite) öffentliche Erscheinen Jesu zerschlagen werden.
Darby hatte zunehmenden Einfluss auf andere Veranstaltungsorte, einschließlich der Powerscourt-Konferenzen in Dublin in den 1830ern (er war ursprünglich ein ordinierter Priester der Anglikanischen Kirche in Dublin), sowie in New York 1868, in London 1873 und Chicago 1875. Seinen Höhepunkt erreichte dies während der Bibel Konferenz-Bewegung und der Niagara-Konferenzen von 1883 bis 1897. Regelmäßige behandelte Themen waren dort unter anderem Spekulationen über die Parusie, (the second coming).
Im Bezug auf die Entrückung, gab Darby nur viel zu, dass seine Lehre davon eine Innovation, das Ergebnis „ausdrücklicher Offenbarung“ sei; tatsächlich schien er mit der Reaktion darauf sehr zufrieden zu sein.
Obwohl sein Einfluss auf die Brüderbewegung in England schwand, erhöhte sich Darbys Einfluss in Nordamerika. Er reiste in einem Zeitraum von zwanzig Jahren siebenmal dorthin. Es wurde geschätzt, dass er in diesen zwanzig Jahren 40% seiner Zeit in der Vereinigten Staaten verbrachte und erheblichen Einfluss auf Leiter wie James H. Brookes, Dwight L. Moody, William Blackstone und C. I. Scofield hatte, ebenso wie auf die aufkommenden evangelikalen Bibelschulen und Prophetie-Konferenzen.
George Marsden schreibt in seiner Geschichte vom Aufstieg des Fundamentalismus zwischen 1870 und 1930 (man beachtet die Namen, die er aufzählt):
This new form of premillennial teaching, imported from England, first spread in America through prophecy conferences where the Bible was studied intently. Summer conferences, a newly popular form of vacation in the age of the trains, were particularly effective. Most importantly, Dwight L. Moody had sympathies with the broad outlines of dispensationalism and had as his closest lieutenants dispensationalist leaders such as Reuben A. Torrey (1856-1928), James M. Gray (1851-1925), C. I. Scofield (1843-1921), William J. Erdman (1833-1923), A.C. Dixon (1854-1925), and A. J. Gordon (1836-1895). These men were activist evangelists who promoted a host of Bible conferences and other missionary and evangelistic efforts. They also gave the dispensationalist movement institutional permanence by assuming leadership of the new Bible institutes such as the Moody Bible Institute (1886), the Bible Institute of Los Angeles (1907), and the Philadelphia College of the Bible (1914). The network of related institutes that soon sprang up became the nucleus for much of the important fundamentalist movement of the twentieth century. Dispensationalist leaders, in fact, actively organised this antimodernist effort. Notably, they oversaw the publication between 1910-1915 of the widely distributed twelve-volume paperback series, The Fundamentals. (George M. Marsden. Understanding Fundamentalism and Evangelicalism (Grand Rapids, Michigan, Eerdmans), 1991. p. 40.)
Ohne die Verbindung mit diesen einflussreichen Leitern in Nordamerika wäre der Dispensationalismus wahrscheinlich nur eine unbedeutende Perspektive auf die Eschatologie geblieben. Und es war wahrscheinlich die Scofield Bibel, die zum mächtigsten Werkzeug dabei wurde, dass sich eine dispensationalistische Bibelauslegung ausbreiten konnte.
C. I. Scofield und seiner Scofield Bibel werden wir uns im nächsten Podcast zuwenden, bis dahin…
Gefunden auf www.snotm.com (ganz tolle Seite!)
Gute Idee: Auf dem Macbook lustige Youtube-Videos anschauen, danach in Ruhe Kaffee trinken.
Schlechte Idee: Auf dem Macbook lustige Youtube-Videos anschauen und dabei Kaffee trinken.
Ich kann nicht gleichzeitig lachen und Kaffee trinken. Fünf Küchentücher waren notwenig um mein kleines Malheur zu beseitigen. Verantwortlich dafür, dass ich mein neues Notebook komplett mit Kaffee besprengt habe, ist übrigens dieses Video. Wie man hier sehen kann, hat auch die Wand ordentlich was abbekommen. Aber Hauptsache das Macbook ist wieder schön sauber.