Ich lerne gerade in einem VHS-Kurs Kraulschwimmen (Freestyle). Da ich nur bis zur 6. Klasse Schwimmen im Schulsport hatte, will ich das jetzt nachholen. 2010 lernen ich endlich Kraulen -damit sich die Dauerkarte fürs Freibad auch lohnt… Anyway, heute habe ich auf Youtube einen Schwimmer gesehen der mich sehr motivert hat an meinem Ziel darnzubleiben: Éric Moussambani aus Äquatorialguinea:
Also 112,72 Sekunden auf 100 Meter Freistil sind zu schlagen…
Ein Rabbi wurde gefragt, worin die Weisheit des Talmud bestehe.
“Ich will es dir an einem Beispiel erklären”, sagte der Rabbi.
“Zwei Männer fallen durch einen Schornstein.
Der eine bleibt sauber, der andere ist voller Russ.
Welcher wäscht sich?”
“Der voller Russ natürlich.”
“Falsch! Der Saubere wäscht sich.
Er sieht, dass der andere voller Russ ist, und glaubt, er sei es auch.
Der Russige dagegen hält sich für sauber, weil er sieht, dass der andere sauber ist.
Weiter!
Die beiden fallen ein zweites Mal durch den Schornstein.
Einer kommt russig heraus, der andere sauber.
Welcher wäscht sich?”
” Der Saubere.”
“Nein, beide.
Der Russige sieht (an sich), dass er russig ist, also wäscht er sich.
Der Saubere aber sieht den russigen, hält sich ebenfalls für russig und wäscht sich auch.
Aber weiter!
Die beiden fallen wieder durch den Schornstein.
Welcher wäscht sich?”
“Beide?”
“Wieder falsch. Keiner von beiden!
Der Saubere sieht, das er sauber ist, und braucht sich nicht zu waschen.
Der Russige aber sieht, dass der andere sauber ist, hält sich auch für sauber und wäscht sich nicht.
Aber es geht noch weiter!
Wieder fallen beide durch den Schornstein.
Welcher wäscht sich?”
“Ich weiss es nicht.”
“Der Russige natürlich!
Weshalb sollte sich denn der Saubere waschen!
Der Russige aber sieht doch, dass er russig ist, und wäscht sich.
Aber damit sind wir noch nicht fertig!
Denn wieder fallen beide durch den Schornstein.
Welcher wird sich waschen?”
“Also gut … nur der Russige!”
“Eben nicht.
Hat man je gehört, dass von zweien, die durch denselben Schornstein fallen, der eine russig wird und der andere sauber bleibt?
- Siehst du, das ist Talmud.”
In England gibt es eine Talentshow namens the X-Factor – vergleichbar mit DSDS. In dieser Show werden mehr oder weniger begabte Menschen von Simon Cowel (dem englischen Dieter Bohlen) vor Millionenpublikum gedemütigt. Am Ende jeder Staffel schafft es der Gewinner, dieser Show, pünktlich zum Weihnachtsfest an die Spitze der UK Charts. Das ging jetzt die letzen 4 Jahre so: X-Factor Gewinner = Nummer 1. an Weihnachten. Aber dieses Jahr kam alles anders…
Die Musikfans Jon und Tracy Morter gründeten eine Facebookgruppe mit dem Titel: RAGE AGAINST THE MACHINE FOR CHRISTMAS NO.1. Ziel der Aktion war es so viele Menschen wie möglich dazu, zu bewegen in der Woche vor Weihnachten den Song: “Killing in the Name” von Rage against the Mashine zu kaufen bzw. runterzu laden. Tja und es hat geklappt RATM verkauften fast 50.000 Singles mehr, als X-factor Gewinner Joe McElderry und sind damit, mit einem 17 Jahre alten Song, die Nummer 1. an Weihnachten! RATM kündeten an, die rund 65′000 Pfund aus den Downloadverkäufen der Obdachlosen-Hilfsorganisation Shelter zukommen zu lassen. Zudem will sich die Band auch direkt bei seinen Fans bedanken:und nächstes Jahr in England ein Gratis-Konzert spielen.
Das bemerkenswerte an der Geschichte ist, dass viele Engländer von diesem Ergebnis total überrascht sein werden, denn damit hat keiner gerechnet. Ich, hingegen hab schon vor Wochen über die Aktion bescheid gewusst, weil ich Facebook, nutze – deswegen freu ich mich total für RATM aber überrascht bin ich nicht. Wer die Social-Networks nutz hat einen Informationsvorsprung und ich glaube das sich dieser Trend fortsetzen wird… Noch kommt man auch ohne Facebook & Twitter aus, die Frage ist nur: Wie lange noch?
Ich habe die letzten Wochen viel über den Islam gelesen – fürs Studium! Und mir ist eine Sache aufgefallen, alle Autoren (die ich gelesen habe) schwärmen schreiben davon, wie herrlich unkompliziert der Islam doch ist. Beispiel gefällig?
“Der Islam ist für die Mohammedaner [die nicht so genannt werden möchten] die beste Religion, weil sie die einfachste ist…In der Tat zeichnet sich die Lehre Mohammeds durch ihre leichte Faßlichkeit aus…” (Helmut von Glasenapp: Die fünf Weltreligionen, S. 359)
“Strafe für die Verfälschung der Lehre Jesu ist, so sieht es der Muslim, die Kompliziertheit der christlichen Theologie; er weidet sich am Gestammel eines Christen, den er dazu verleitet hat, ihm die Trinität zu erlären.” (Emma Brunner-Traut: Die fünf großen Weltreligionen, S. 82)
Aber ist die Botschaft von Jesus komplizierter als die von Mohammed? Ich musste spontan an diese Pauluszitat denken:
“Wir jedoch verkünden Christus, den gekreuzigten Messias. Für die Juden ist diese Botschaft eine Gotteslästerung und für die andern Völker völliger Unsinn.” (1.Korinther 1,23 NGÜ)
Die Griechen lehnten die Botschaft vom gekreuzigten Messias ab, nicht weil sie ihnen zu hoch war, sonder weil sie der Meinung waren: Das ist völliger Unsinn. Das Evangelium hat sich am Anfang vor allem bei den “einfachen” Leuten verbreitet – nicht bei den Philosophen! Warum? Vielleicht weil Jesus selbst die Botschaft ist?
Ich habe gerade wirklich 20 Minuten (!) darüber nachgedacht, was ich wohl kluges antworten würde, wenn mich jemand spontan fragen würde: “tschuligen sie, aber worum gehts denn eigentlich beim Christentum?” In Gedanken hab ich dann Sätze formuliert mit Wörtern wie: “Auferstehung” oder ”Schöpfung heilen/gestalten”, was ja nicht falsch ist… Aber jetzt ich würde ich ganz platt, Jesus sagen. Es geht um ihn. Er war damals eben nicht bloß ein Prophet, der hinter seiner Botschaft verschwunden ist. Nein, Er ist die Botschaft, Gott selbst wird Mensch!
So, es ist jetzt 01:45 ich sollte langsam ins Bett gehen, also hier mein Fazit: Es geht nicht darum eine komplizierte Lehre anzunehmen und/oder diese intellektuell zu begreifen sondern darum, dass wir durch Jesus die Möglichkeit haben Gott persönlich kennenzulernen! Ist das eine schwer zu vermittelnde Wahrheit? Was meint ihr?
Immer wenn das Jahr zu Ende geht, treffe ich Menschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe und dann führe ich Gespräche wie dieses hier: ”Sag mal Ben, machst du eigentlich immer noch dieses Studium?” Ja. ” Aha, und wie lange, dauert das noch?” Naja, dass hängt ganz von mir ab… “Theologie wars, was du studierst, gell?” Richtig. “Wirst du, dann mal Pastor?” Nein! Mein Gegenüber bleibt hartnäckig und fragt, die Frage aller Fragen: “Was willst du denn sonst als Theologe machen? Ich kann mir ja nicht vorstellen, dass man davon Leben kann!” Tja, dass weiß ich auch noch, nicht so genau… Oder die etwas selbstbewusstere Antwort: Also, mich beschäftigten Fragen wie: ”Warum glauben wir, was wir glauben?” oder “Welche Konsequenzen hat es Jesus-Nachfolger zu werden/sein?” Ich glaube, dass ich nicht der einzige bin, der sich das fragt. Und ich glaube, dass es auch Menschen gibt die was dafür zahlen würden, um sich anzuhören was ich zu sagen habe… Ob das dann, auch genug sein wird um Vollzeit-Theologe zu sein? Keine Ahnung, wir werden sehen. Aber ich bin auf dem Weg, und der sieht in etwa so aus:
“…real human experience is at all times more important than abstract theology.” (Andrew Perriman: The coming of the Son of Man, S. 14)
Dieser halbe Satz von Andrew Perriman, hat mich sehr beschäftigt. Und ich stelle mal folgende These auf: Meine Theologie (meine Lehre von Gott) muss aus meinem Leben mit Jesus heraus entstehen, ansonsten ist sie abstrakt und für meine Mitmenschen nicht nachvollziehbar! Wenn mein Lebensstil davon geprägt ist, dass ich versuche so gut ich kann, mein Vorbild Jesus nachzuahmen, dann werden sich im Alltag auch viele interessante Probleme/Fragen auftun, für die ich mit meinen theologischen Tools (z.B. Exegese) Antworten suchen kann. Vorausgesetzt ich hab die Eier mich auf diesen Lebensstil einzulassen! Denn dazu muss mein Leben auch draußen in der Welt stattfinden… und das kann mitunter ziemlich unbequem werden. Aber das hat man davon wenn man so einem unbequemen Typen wie Jesus nachfolgt.
Ich werde Anfang nächstes Jahr umziehen: Neue Hood & neue Nachbarn, neue Chance. Diesmal will ich, dass meine Nachbarn auch davon profitieren, dass ein Jesus-Nachfolger in ihrer Straße wohnt, bzw. es überhaupt mitkriegen. Wäre doch ziemlich geil, wenn sie mit ihren Fragen zu Gott, Glaube, Religion und diesem Jesus zu mir kommen würden, oder? Es wäre, meiner Meinung nach, auf jeden Fall ein guter Grund um an “dieses Studium” dran zu bleiben. Und es ist ja irgendwie auch Marktforschung…
Eine Weltanschauung bzw. Theologie, die Weltliches & Geistliches sowie Leib und Seele trennt, bringt mitunter ziemlich schräge Aussagen hervor. Zum Beispiel die hier:
“Die ersten Menschen waren von Gott mit natürlichen und übernatürlichen Gaben und Vorzügen ausgestattet worden. Sie besaßen die Unsterblichkeit des Leibes (Weisheit 2,23 ff.) und führten im Paradies in glückseliges Leben, sie hatten auch eine so vollkommene Herrschaft des Willens über die Sinnlichkeit, daß bei ihnen keine fleischlichen Begierden gegen den Geist kämpften und sie deshalb ihrer Nacktheit sich nicht nicht schämten (1. Mos. 2,25). Adam sollte nach göttlichem Ratschluß der leibliche und geistige Stammvater des Menschengeschlechts werden. Die Frage, wie Adam, ohne der Begierde unterworfen zu sein, hätte Kinder zeugen können, beantwortet der heilige Augustinus dahin, daß er lehrte, Adam hätte, auch ohne in Brunst zu geraten, sein Glied zur Erektion bringen können, genau so wie manche Menschen willkürlich ihre Stirn zu runzeln oder ihre Ohren zu bewegen vermögen.”
(Helmuth v. Glasenapp: Die fünf Weltreligionen, S.240)
Adam lebt im Paradies, geht jeden Abend mit Gott spazieren, darf allen Tieren Namen geben und bekommt die Krone der Schöpfung, aka die Frau aka Eva, als Partnerin. Jackpot! Und als ob das alles nicht schon genug wäre, kann er auch noch eine Erektion haben ohne angetörnt zu sein… yeah right. Mittlerweile wundert es mich gar nicht mehr, dass in der Vergangenheit, die Mission unter Juden & Moslems, die wesentlich Ganzheitlicher denken, so erfolglos war. Ich meine, wer will schon einen Glauben annehmen, der alles was mit Genuss oder Leidenschaft zu tun hat, als “fleischlich” abwertet oder sogar verbannt… der Einfluss von griechischer Philosophie hat aus den lebensbejahenden Worten von Jesus viel zu oft eine verkopfte, moralisierende und leibfeindliche Religion gemacht, deren Praxis wenig mit Leben und dem wilden Mann aus Nazareth zu tun hat! Aber über den schreib ich das nächste mal…
Ich glaube das Gott einen Plan/Weg für mein Leben hat. Dieser Weg ist aber ziemlich steil und alleine nicht zu schaffen. Es gibt also zwei Möglichkeit: 1. Ich gebe mich einfach mit weniger zufrieden oder 2. Ich bleibe so dicht wie möglich an Jesus dran und geh mit ihm zusammen diesen/meinen Weg. Ich hab mich für die zweite Option entschieden. Aber an Jesus dranbleiben heißt: die Beziehung zu ihm Pflegen. Praktisch: Zeit mit ihm verbringen. Dazu gehört für mich (neben anderem) auch: Gebet. Ich habe festgestellt das mir eine tägliche Gebetszeit extrem guttut. Besonders lange durchgehalten habe ich das aber leider noch nie. Denn nach einer Woche fällt es gar nicht mehr so leicht die 15 min. Gebetszeit (kann auch mehr oder weniger sein) mit authentischen und spontanen Worten, aus der Tiefe meines Herzen, zu füllen. Bisher hab ich mich immer von formulierten Gebeten ferngehalten teils aus Bequemlichkeit, teils aus Angst vor Religiosität: Ich will doch nicht einfach was runterbeten! Gebet muss richtig von Herzen kommen! Ich will doch Authentisch sein, formulierte Gebete sind irgendwie so, künstlich…
N.T Wright schreibt dazu: “Wir verhalten uns wie Menschen, die sich nicht angemessen angezogen fühlen, solange sie ihre gesamte Kleidung nicht persönlich entworfen und genäht haben; oder wie jemand, der es als künstlich empfindet, ein Auto zu fahren , das er nicht komplett selbst gebaut hat. Wir sind im Banne des Vermächtnisses der Romantik auf der einen und des Existenzialismus auf der anderen Seite. Diese Bewegungen brachten die Vorstellung hervor, authentisch sei nur, was spontan, ohne Aufforderung und aus der Tiefe des Herzens kommt. Um es ganz deutlich zu sagen: Aus den Tiefen unsers Herzens steigen viele Dinge auf, und Jesus hat darauf hingewiesen, dass diese Dinge vielleicht authentisch sein mögen, aber oft nicht sehr erquicklich sind.” (Warum Christ sein Sinn macht, S. 163.) “Als Jesu Nachfolger darum baten, er möge sie lehren ,wie man betet, bat er sie nicht, sich in Gebetsgruppen aufzuteilen und einen tiefen Blick in ihre eigenen Herzen zu riskieren. Er fing nicht damit an, sie dazu zu bringen, Schritt für Schritt ihre Lebenserfahrung zu durchdenken, zu entdecken, welche Art von Persönlichkeit jeder von ihnen war, und Zeit damit zu verbringen, mit ihren vergrabenen Gefühlen in Kontakt zu kommen. Beide, Jesus und die Jünger, verstanden die gestellte Frage folgendermaßen: Sie wollten und brauchten formulierte Worte, die sie lernen und benutzen konnten. (Warum Christ sein Sinn macht, S. 163.)
Formulierte Worte die ich lernen und benutzen kann um ein Gebetsleben aufrechtzuerhalten auch dann wenn mir gerade mal nichts einfällt. Worte für die unspektakulären Tage des Lebens, dass brauche ich! Selbstformulierte Worte müssen deswegen ja nicht wegfallen… Ich denke gerade viel über Gebet als Angewohnheit nach. Als etwas dem ich bewusst Platz mache in meinem Leben: als Geistliche Übung. Wie ich das genau mache weiß ich jetzt auch noch nicht. Aber in vier Wochen blogg ich drüber. Versprochen. Ach ja, dieser Artikel von butcherakis hat mich drauf gebracht über “formulierte Gebete” nachzudenken.
Also es ist ja nix neues das Bilder nachbearbeitet werden. Aber wenn es stimmt das mittlerweile 99,9% aller Photos in Magazinen digital nachgebessert werden, dann ist das schon ziemlich sick! Das die Cover der Fernsehzeitschriften wenig mit der Realität zu tun haben ist klar aber was ist mit den Bildern in der Zeitung oder auf Facebook? Echt oder nicht? Retouching ist ein Buiness das boomt! (siehe: voher-nachher Gallery) Kann man Bildern noch vertrauen? Und wie stark prägt dieser Photoshop-Perfektionismus unsere Wahrnehmung? Bildet sich (unbewusst) langsam ein unerreichbarer Standart, werden wir blind für individuelle Schönheit – die nur noch als Abweichung der Norm wahrgenommen wird? I don’t know. Wenn du gute Links zu dem Thema hast: Häng sie einfach als Comment an, so richtig 2.0-mäßig…