Gestern schlage ich, rein zufällig, die Regionalzeitung auf und was ich da lese will ich immer noch nicht so recht glauben: Die Stadt Wassertrüdingen plant den Bau der größten Jesusstatue aller Zeiten – 17 Meter höher als der Jesus in Rio. Auf der Homepage der Stadt las ich heute das hier:
Auf einer Fläche nördlich des Eislers soll als Zeichen der christlichen Entwicklung Bayerns die mit 55 Metern Höhe weltweite größte, nach künstlerischen Aspekten ausgebildete Christusstatue entstehen, mit Infrastruktur wie etwa Begegnungsräumen und Räumen für Gottesdienste, insbesondere auch für Jugendliche. In Ergänzung zu diesem Monument beabsichtigt die Investorengruppe südlich des Schafhofkreisels ein „Pilgerhotel“ mit 185 Zimmern, Spa-Bereich, Tiefgarage und Restauration zu errichten. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 20 Millionen Euro und wird über eine Stiftung gesichert, der nicht nur die Errichtung der Statue und des Hotels, sondern auch der Betrieb und die Erhaltung beider Einrichtungen obliegt. Hotel und Statue sollen mit „Pilgerwegen“ verbunden werden… Der Stadtrat gab nahezu einstimmig den Weg für die Bauleitplanung frei…

Ist das schräg oder ist das schräg? Sicher, Jesus ist gut für die Wirtschaft (in der Region), dass weiß auch Bürgermeister Babel. Aber würde Jesus wollen das man von überall auf der Welt zu seinem Abbild pilgert um in seinen ausgehöhlten Füßen Gottesdienste zu veranstalten? Wohl kaum. Er hat den Menschen Leben statt Religiosität gebracht. Und Jesus hätte 20 Mil. sicher sinnvoller ausgegeben.Ja, Wassertrüdingen braucht Jesus aber den echten und nicht einen aus Polyester und Flüssigholz.