Wie bekomme ich endlich Struktur in meinen Alltag? Eine Frage die ich mir schon oft gestellt habe. Da ich jetzt aber Vollzeitstudent bin ist das Thema aktuell wie nie! Ich will nicht lange um den heißen Brei herumbloggen. Der Weg den ich gewählt habe heisst: Essen! Jawohl, richtig frequentierte Nahrungsaufnahme macht mich effizienter! Im Moment sieht das ganze (von M0-Fr) etwa so aus:
08:00 Frühstück (Die wichtigste Mahlszeit des Tages)
10:30 Apfel (oder ähnliches)
13:30 Mittagessen
16:30 Naturjogurt 500 gr.
18:45 Abendessen
22:00 LateNight Gemüse (=Paprika)
Es wird langsam Monastisch… Whatever, die Intervalle zwischen den Mahlzeiten haben genau die richtige Größe um intensiv an etwas zu arbeiten und die nächste Mahlzeit ist immer schon in Sicht! Dadurch schaffe ich mir eine positive & entspannte Arbeitseinstellung. Ein weiterer Vorteil an diesem Konzept ist das ich viel bewusster esse bzw. Essen zubereite anstatt zu warten bis mir der Magen knurrt und ich mir dann vorm Rechner eine Tiefkühlpizza reinhau…
Bin seit gestern wieder in Meiningen – Hebräischkurs, Endphase! Wir haben heute selbstständig die ersten 10 Verse Genesis übersetzt. Hat Spaß gemacht war aber auch richtig anstrengend. Es war sehr genial zu sehen, wie weit wir schon mit unseren Basics gekommen sind… tortzdem kein Grund sich auf die faule Haut zu legen, schließlich steht die Abschlussprüfung vor der Tür. Und außerdem lernen wir ja nicht für die Schule sondern für das Leben… Studiern macht Spaß! Ich würde mich jetzt gerne noch ein wenig darüber auslassen, wie anders die hebräische Sprache doch ist und wie Sprache Wirklichkeit erschafft usw. aber ich bin wahnsinnig müde. Sorry.
Btw: Morgen Abend beginnt die EschatologieVorlesung mit Martin Scott. Auf die freu ich mich schon ewich! Wer’s nicht nach Meiningen schafft hat kann auf Martins Blog 14 Podcasts zum Thema Eschatologie anhören. Absolut Hörenswert – hat meine Sicht auf die Schöpfung sehr zum Positiven verändert.
Seit Heute gibt es auf meinem Blog wieder eine Seite auf der ich mich selbst vorstelle. Früher hätte ich einfach Alter, Wohnort und Studienfach angegeben und einen coolen Song zitiert. Aber die Zeiten haben sich geändert, heute muss man „Nahbar“ sein. Dieser Artikel bringt es auf den Punkt. Was soll ich sagen? Selbstdarstellung ist harte Arbeit! Muss aber sein denn 2009 wird ordentlich was gebloggt werden…
Seit einiger Zeit mache ich nun schon den Kurs: Leiterschaft. Ich hatte ihn ein wenig auf Eis gelegt, da mich das Hebräische doch sehr in Anspruch genommen hat. Aber jetzt geht’s wieder los!
Ich hab mir gestern die Frage gestellt: Warum hat sich das Evangelium in den ersten 300 Jahren nach Jesus so schnell ausgebreitet? Die Jesus-Nachfolger hatten damals kein Internet – dafür gab’s Verfolgung… Und in China haben die Jesus-Nachfolger Internet & Verfolgung, trotzdem schießen die Untergrundkirchen wie Pilze aus dem Boden. Warum?
Schon oft habe ich Leute, sehr leichtfertig sagen hören: „Ach, Verfolgung tut der Kirche gut!“ Ich kann mir nicht wirklich vorstellen wie es ist verfolgt zu werden (so mit Gefängnis und Hinrichtung usw.), ich wünsche es mir aber bestimmt nicht. Dennoch, gerade in diesen schwierigen Verhältnissen gedeiht das Evangelium scheinbar besonders gut. Jetzt hab ich eine These: Ein Leiter, der damit rechnen muss, dass er jederzeit weggesperrt oder sogar sterben kann, wird sehr intensiv in andere Menschen investieren. Er wird neue Leiter heranziehen! Er wird dafür sorgen das die anderen Mündig werden und der Laden auch ohne läuft. Nur so kann das Überleben der Bewegung sichergestellt werden, Pyramiden-Hierarchie kann sich eine Untergrund Kirche, die überleben will, nicht leisten.
Wie sieht es, bei uns im Westen aus? Welche Motivation hat hier ein Leiter sich selbst „überflüssig“ zu machen?
Morgen werde ich meinem Chef offenbaren das ich ab dem ersten Mai nicht mehr als Bierfahrer arbeiten werde! Ich will erst mal min. drei Monate nur studieren. Also neben dem Hebräisch lernen auch ein wenig Theologie treiben: Studienarbeiten schreiben und die ersten Praxiscredits sammeln…
Durch meine furchtbar flexiblen Arbeitszeiten konnte ich in letzter Zeit kaum meine Woche planen: Das ist sehr stressig und kräftezehrend. Ich freue mich sehr darauf wieder regelmäßig meine (selbstgekochten) Mahlzeiten einzunehmen oder ins Training zu gehen weil ich Abends nicht noch was fürs Studium nachholen muss. Und dieser Blog wäre sicher auch um den einen oder anderen Post reicher…
Ich bin sehr gespannt wie ich mit der ganzen Freiheit umgehen werde, denn ab dem ersten Mai muss ich meinen Tag nicht mehr um „die Arbeit“ herum planen sondern kann komplett selbst gestalten! Klingt gut oder? Es ist aber auch eine Riesenherausforderung denn ich bin quasi auf mich selbst zurückgeworfen. Es gibt dann keine Ausreden mehr! Ich mach mir nichts vor: Selbstführung ist angesagt! Wie viel Stunden Schlaf & Youtube brauche ich wirklich?
Aber die Perspektive: den ganzen Tag zu Verfügung zu haben um Dinge zu tun an deren Sinn man glaubt ist einfach geil! Ich kann quasi ausprobieren wie sich das Leben mit Bedingungslosem Grundeinkommen anfühlen würde. Aber nicht nur deshalb bin ich Moment außerordentlich gutgelaunt. Gestern gab es die ersten selbstgegrillten Steaks des Jahres und ich konnte am Vormittag bei Sonnenschein mit kurzen Hosen joggen gehen! Und ich habe, nachträglich zum Geburtstag, Die Bibel. Eine Gesprochene Symphonie bekommen – Unheimlich Gut:
Gerade habe ich meinen zweiten Hebräischtest in den Briefkasten geworfen. Diesmal ist das Ergebnis hoffentlich erfreulicher als beim ersten mal. Es muss einfacher besser sein, schließlich habe ich für diesen Test mehr gepaukt als für den Quali.
Ich muss gestehen ich habe diesen Kurs am Anfang unterschätzt. Es ist wirklich verdammt harte Arbeit - Ernüchternd! Und wenn man mit Begriffen wie: Prädikat, Konjunktion oder Adverbien nichts anfangen kann ist es nochmals einen Zacken härter… (Mittlerweile kenne ich die Bedeutung jener Wörter. Meine Lehrerin hat uns ein Glossar geschrieben).
Aber die Mühe lohnt sich, schon bald werden wir, ausgerüstet mit dem Gesenius, selber aus der Biblia Hebraica Stuttgartensia übersetzen! Aber das ist noch nicht alles, ich erwarte mir, durch das Hebräisch lernen auch einen besseren Zugang zum hebräischen Denken. Ich bin sehr gespannt welche Bibelstellen, die ich schon zig mal gelesen habe, plötzlich eine ganz „neue“ Bedeutung bekommen…
Aber bis es soweit ist gibt’s noch viel zu tun! Aber dank Skype kann ich zusammen mit dem Student in Rostock lernen – das macht dann sogar Spaß.
Die Kräfte von Gut und Böse in der Welt werden in Bewegung gesetzt durch Gedanken, Überzeugungen und Verhalten von individuellen Persone. Die Entwicklung unserer Werte und damit die Qualität unserer zukünftigen Zivilisation wird geformt durch die aus der Inspiration geborenen individuellen Anschauungen. Vielleicht werden nur wenige Menschen diese Einsicht empfangen und die übrigen von ihnen lernen können. Das besondere Kennzeichen von Führung – vorausgehen, um den Weg zu weisen – leitet sich von einer überdurchschnittlichen Offenheit für Inspiration ab. Warum sollte man die Führung eines anderen akzeptieren außer in solchen Situationen, in denen der andere die Richtung des Weges mit größerer Deutlichkeit wahrnimmt als man selbst? Vielleicht ist dies das heutige Problem, dass zuviele, die behaupten zu führen, nicht deutlicher sehen als andere. Um ihre Unfähigkeit zu verdecken, vertreten sie äußerst energisch den Standpunkt, dass das „System“ aufrecht erhalten werden muss – ein folgenschwerer Irrtum in der heutugen Zeit, die nach Offenheit und Ehrlichkeit verlangt. (Robert K. Greenleaf: Führen ist dienen – Dienen ist führen, S. 19)
Aber was genau ist Inspiration eigentlich und wo kommt die Inspiration her?